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Wall of Love erstellen: So zeigen Sie Bewertungen mit Einwilligung auf Ihrer Website
Eine Wall of Love, auf Deutsch Bewertungswand, sammelt freigegebene Kundenstimmen an einer Stelle Ihrer Website. Diese Anleitung zeigt, wie Praxis, Kanzlei, Restaurant oder Beratung sie einrichten, pflegen und rechtlich sauber halten.
Ein Steuerberater, ein Café und eine Physiotherapiepraxis haben ein Problem gemeinsam: Zufriedene Kundschaft gibt es, aber auf der Website steht davon nichts. Das eine Zitat von vor drei Jahren, das die Agentur einmal eingebaut hat, wirkt vergessen. Eine Wall of Love löst das. Sie zeigt viele Stimmen auf einen Blick und aktualisiert sich selbst, sobald Sie eine neue Bewertung freigeben.
Diese Anleitung erklärt, was eine Wall of Love ist, wie Sie sie mit Mocha einrichten und worauf Sie bei Einwilligung und Namen achten sollten.
Was eine Wall of Love ist
Eine Wall of Love, auf Deutsch Bewertungswand, ist ein Bereich Ihrer Website, in dem viele Bewertungen als Karten nebeneinanderstehen: Sterne, Text, Name. Anders als ein einzelnes Zitat im Seitenkopf zeigt sie die Menge. Besucher sehen, dass nicht nur eine Person zufrieden war.
Sie ersetzt weder Ihr Google-Profil noch andere Portale. Sie ist der Ort auf Ihrer eigenen Website, an dem Sie bestimmen, welche Stimmen erscheinen und wie sie dargestellt werden. Wie sich beides ergänzt, zeigt der Vergleich mit Google-Bewertungen.
Was Sie vorher klären sollten
Eine Bewertung mit Namen ist eine veröffentlichte personenbezogene Angabe. Drei Punkte gehören deshalb an den Anfang:
- Einwilligung: Die Person bestätigt vor dem Absenden, dass ihre Bewertung auf Ihrer Website erscheinen darf. Im Mocha-Formular ist das ein Pflicht-Häkchen mit Ihrem Text. Mocha speichert Wortlaut, Version und Zeitpunkt.
- Namensanzeige: Sie legen fest, ob der volle Name, Vorname mit Initial, nur Initialen oder gar kein Name erscheint. Mehr dazu in der Hilfe zur Namensanzeige.
- Berufsrecht: In Heilberufen und Rechtsberufen ist schon die Tatsache geschützt, dass jemand Patient oder Mandant war. Hier entscheidet der Einzelfall, was Sie zeigen dürfen. Der Beitrag Patientenbewertungen und Schweigepflicht geht darauf ein.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt allgemeine Informationen und ersetzt keine Rechtsberatung. Ob Ihr Einwilligungstext zu Ihrem Fall passt, klären Sie mit Ihrer Datenschutzberatung.
Schritt 1: Bewertungen sammeln
Eine Wand ohne Inhalt nützt nichts. Richten Sie zuerst ein Sammelformular ein und legen Sie fest, wie die Leute dorthin kommen.
Stellen Sie sich ein Restaurant vor: Auf der Rechnungsmappe liegt eine kleine Karte mit QR-Code. Wer beim Bezahlen noch gute Laune hat, scannt ihn, vergibt Sterne, schreibt zwei Sätze und bestätigt die Einwilligung. Eine Kanzlei verschickt den Link nach Abschluss eines Mandats, aber nur an Mandanten, die vorher zugestimmt haben, dass eine E-Mail willkommen ist. Eine Beratung gibt ihn im letzten Gespräch weiter.
Der Zeitpunkt zählt mehr als der Kanal: Fragen Sie, wenn der Eindruck frisch ist, und fragen Sie alle, nicht nur ausgewählte Personen. Weitere Wege stehen im Beitrag Kundenbewertungen sammeln.
Schritt 2: Prüfen und freigeben
Schalten Sie im Dashboard unter „Datenschutz“ die Option „Freigabe erforderlich“ ein. Dann erscheint eine neue Bewertung erst, wenn Sie sie unter „Testimonials“ freigeben. Lesen Sie dabei mit:
- Stehen Angaben darin, die auf Diagnosen, Mandate oder Dritte schließen lassen?
- Ist der Name so eingestellt, wie Sie ihn zeigen möchten?
- Passt der Text zu dem, was Sie versprechen können?
Mit „Hervorheben“ rücken Sie einzelne Bewertungen nach vorn. Abgelehnte oder gelöschte Bewertungen verschwinden aus der Wand. Eine Auswahl ist zulässig, behaupten Sie aber nicht, es seien alle. Wer ausschließlich Bestnoten zeigt, wirkt weniger glaubwürdig als jemand, der auch eine sachliche Drei-Sterne-Bewertung stehen lässt.
Schritt 3: Die Wand einrichten
Mocha kennt zwei Wege. Sie lassen sich kombinieren.
Als Widget in Ihrer Website
Öffnen Sie im Dashboard Ihren Space und dort unter „Einbinden“ den Punkt „Widget“. Wählen Sie die Bewertungswand, passen Sie „Erscheinungsbild“ und „Layout“ an und klicken Sie auf „Code kopieren“. Fügen Sie den Code als HTML-Block dort ein, wo die Wand erscheinen soll. Für gängige Systeme gibt es Anleitungen unter Integrationen.
Gut zu wissen:
- Das Widget übernimmt die Schriftart Ihrer Website, ist aber von deren Stylesheets abgeschirmt. Ihr Layout verschiebt sich nicht.
- Sie wählen zwei, drei oder vier Spalten. Für Seiten, die vor allem auf dem Handy gelesen werden, eignen sich zwei.
- Neue freigegebene Bewertungen erscheinen von selbst, ohne dass Sie den Code noch einmal anfassen.
- Nach einem Widerruf verschwindet die Bewertung aus der Wand.
Als eigene Seite
Zusätzlich zeigt Mocha Ihre Bewertungen auf einer eigenen Seite unter mocha.de/wall/ihr-space: mit Logo, Überschrift, einem hervorgehobenen Zitat und einer Kachel „Bewertung abgeben“. Besucher können nach Herkunft filtern, zum Beispiel nach Formular, Google oder Video, und nach Themen. Die Einstellungen finden Sie unter „Einbinden“ im Punkt „Bewertungswand“, mit Vorschau.
Zwei Dinge sollten Sie wissen: Die Seite ist standardmäßig für Suchmaschinen gesperrt, und Sie schalten die Indexierung selbst ein, wenn Sie sie wollen. Eine eigene Adresse wie bewertungen.ihre-praxis.de gibt es im Tarif Pro Plus.
Schritt 4: Die Wand platzieren
Die Wand gehört dorthin, wo Interessierte entscheiden. Das gilt je nach Betrieb unterschiedlich:
- Praxis: auf die Seite zum Team oder zur Behandlung, mit allgemeinen Aussagen zur Betreuung statt Schilderungen einzelner Behandlungen.
- Kanzlei: neben die Kontaktseite oder die Beschreibung des Rechtsgebiets, ohne Hinweise auf Mandate.
- Restaurant: auf die Startseite unter die Speisekarte oder neben die Reservierung.
- Dienstleister: auf die Seite des jeweiligen Angebots, zum Beispiel eine Reinigungsfirma beim Gewerbepaket.
Wer mehr Text auf der Seite haben möchte, nimmt statt der Wand einen Slider oder eine Einzelbewertung und verlegt die Wand auf eine eigene Unterseite.
Schritt 5: Die Wand pflegen
Eine Wand, die seit zwei Jahren unverändert bleibt, wirkt veraltet. Legen Sie fest, wer wöchentlich neue Bewertungen prüft und freigibt. Prüfen Sie außerdem von Zeit zu Zeit, ob die Auswahl noch stimmt: Hat sich Ihr Angebot geändert, passen alte Bewertungen vielleicht nicht mehr.
Wenn Sie Google-Rezensionen in Mocha importiert haben, erscheinen sie mit dem Hinweis „über Google“. Für sie liegt keine Einwilligung über Mocha vor. Wie der Import funktioniert, steht in der Anleitung zum Google Unternehmensprofil.
Häufige Fehler
- Zu früh bauen: Eine Wand mit zwei Karten wirkt dünn. Sammeln Sie zuerst, und zeigen Sie die Wand, sobald eine Handvoll Bewertungen freigegeben ist.
- Ohne Einwilligung zeigen: Bewertungen aus E-Mails oder von Portalen einfach zu kopieren, ersetzt die Einwilligung der Verfasser nicht.
- Nur Lob stehen lassen: Auch eine ehrliche, nicht perfekte Bewertung macht die Wand glaubwürdig.
- Namen unbedacht anzeigen: Bei Praxen und Kanzleien ist ein Name in Verbindung mit Ihrem Beruf mehr als ein Name.
- Den Widerruf vergessen: Planen Sie ein, dass Menschen ihre Einwilligung zurückziehen. Wie das in Mocha abläuft, steht in der Hilfe zum Widerruf.
Fazit
Eine Wall of Love ist schnell eingerichtet, die Arbeit liegt im Sammeln und Prüfen. Wer einen festen Zeitpunkt für die Bitte um Bewertung hat, die Einwilligung sauber einholt und neue Bewertungen wöchentlich freigibt, hat nach einigen Wochen eine Wand, die für sich spricht. Beginnen Sie mit den nächsten fünf Personen, die Ihre Zusammenarbeit abschließen.