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Sternebewertungen in der Google-Suche: Was Schema.org-Markup leisten kann und was nicht

Viele Anleitungen versprechen Sterne in den Suchergebnissen, wenn man Bewertungen auszeichnet. Dieser Beitrag erklärt, was Googles Regeln für Praxis, Kanzlei und Restaurant dazu sagen, was Mocha ins Markup schreibt und wie Sie es einrichten.

Eine Steuerkanzlei hat in einer Anleitung gelesen, dass Bewertungssterne in der Google-Suche mehr Klicks bringen, und lässt auf ihrer Website Markup für Bewertungen einbauen. Wochen später zeigt die Suche zur Kanzlei weiterhin keine Sterne. Das ist kein Fehler im Markup, sondern eine Regel von Google, die viele Anleitungen verschweigen.

Dieser Beitrag erklärt, was das Markup tut, was Google dazu sagt und wie Sie es in Mocha einrichten, ohne mehr zu versprechen, als sich halten lässt.

Was Schema.org-Markup ist

Schema.org ist ein gemeinsames Vokabular, mit dem eine Website Suchmaschinen in maschinenlesbarer Form sagt, was auf ihr steht: ein Unternehmen mit Name, Adresse und Telefonnummer, dazu eine Gesamtbewertung und einzelne Bewertungen. Das Markup steht als kleines Skript (JSON-LD) im Kopf der Seite. Besucher sehen es nicht.

Das Markup beschreibt, was auf der Seite sichtbar ist. Es ersetzt nicht die sichtbaren Bewertungen und macht aus ihnen auch keine besseren.

Was Google zu Sternen sagt

Wichtig ist der Satz, der in vielen Anleitungen fehlt: Nach den Hinweisen von Google sind Seiten mit LocalBusiness-Markup nicht für Sternebewertungen in der Suche geeignet, wenn das bewertete Unternehmen die Bewertungen über sich selbst kontrolliert und auf der eigenen Website auszeichnet (die „Self-Serving“-Regel). Das gilt für Unternehmen und Organisationen und für alle ihre Untertypen, also auch für eine Arztpraxis, eine Kanzlei oder ein Restaurant. Nachlesen können Sie das in der Dokumentation von Google zu Bewertungs-Snippets.

Das heißt für Sie:

  • Planen Sie nicht mit Sternen in den Suchergebnissen. Eine Zusage dazu gibt es weder von Google noch von Mocha.
  • Die Regeln legt Google fest und kann sie ändern. Prüfen Sie den aktuellen Stand.
  • Sterne in der Suche und Bewertungen auf Ihrer Website sind zwei verschiedene Dinge. Die Bewertungen wirken auf Besucher auch ohne Sterne in der Suche.

Wo Google-Bewertungen selbst ihre Stärken und Grenzen haben, zeigt der Vergleich mit Google-Bewertungen.

Wozu das Markup trotzdem dienen kann

Auch ohne Sterne beschreibt das Markup Ihr Unternehmen eindeutig: Name, Art des Unternehmens, Website, auf Wunsch Anschrift und Telefonnummer, dazu die Bewertungen, die auf der Seite stehen. Das kann Suchmaschinen helfen, die Seite richtig einzuordnen. Ob und wie sich das auf Darstellung oder Position auswirkt, entscheidet die Suchmaschine. Rechnen Sie es nicht als Ergebnis ein.

Was Mocha ins Markup schreibt

Das Widget kann zusätzlich zu den sichtbaren Bewertungen ein Schema.org-Markup in den Kopf der Seite setzen. Dabei gelten feste Regeln:

  • Nur freigegebene Bewertungen, nie ausstehende, abgelehnte oder widerrufene.
  • Nur Bewertungen aus Ihrem eigenen Formular. Importierte Bewertungen, etwa von Google, bleiben draußen: Googles Richtlinien akzeptieren übernommene Bewertungen anderer Seiten nicht als Review-Markup.
  • Namen so, wie Ihre Namensanzeige sie erlaubt. Wer sich nur mit Initialen zeigen lässt, steht auch im Markup nur mit Initialen.
  • Gesamtbewertung und bis zu zehn Einzelbewertungen.

Damit steht im Markup nichts, was Besucher nicht auch sehen könnten und worin die Bewertenden nicht eingewilligt haben.

So richten Sie es ein

  1. Unternehmensangaben pflegen. Öffnen Sie in den Einstellungen Ihres Space die Felder „Name für Suchmaschinen“, Website, „Unternehmenstyp“, Anschrift und Telefon. Ohne Typ gilt „Lokales Unternehmen“. Zur Wahl stehen unter anderem Arztpraxis, Zahnarztpraxis, Psychologie und Psychotherapie, Rechtsberatung, Buchhaltung und Steuerberatung sowie Beratung und freiberufliche Dienstleistung. Im Zweifel bleiben Sie beim allgemeinen Typ.
  2. Markup im Widget einschalten. Wählen Sie unter „Einbinden“ ein Widget, zum Beispiel die Bewertungswand oder das Sterne-Badge, und schalten Sie im Abschnitt „Suchmaschinen“ „Schema.org-Markup einbinden“ ein. Der Code, den Sie kopieren, enthält dann die Einstellung dafür.
  3. Auf der richtigen Seite einbauen. Setzen Sie das Markup nur auf die Seite, die diese Bewertungen auch sichtbar zeigt.
  4. Prüfen. Mit dem Rich-Results-Test von Google sehen Sie, ob das Markup gelesen wird und ob Warnungen auftreten.

Eine Besonderheit: Schema.org kennt keinen Typ „Psychologist“. Wählen Sie „Psychologie und Psychotherapie“, schreibt Mocha das Markup als „MedicalBusiness“, damit es gültig bleibt.

Häufige Fehler

  • Sterne versprechen: Wer Kundschaft oder Auftraggebern „Sterne in der Suche“ zusagt, verspricht etwas, das nicht in Ihrer Hand liegt.
  • Bewertungen auszeichnen, die niemand sieht: Das Markup soll sichtbare Inhalte beschreiben.
  • Fremde Bewertungen übernehmen: Auszeichnen sollten Sie nur eigene, mit Einwilligung gesammelte Bewertungen.
  • Falschen Typ wählen: Ein Restaurant ist ein lokales Unternehmen, keine Arztpraxis. Wählen Sie, was Ihren Betrieb richtig beschreibt.
  • Anschrift mit privaten Daten: Tragen Sie nur Angaben ein, die auf Ihrer Website ohnehin öffentlich stehen.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt allgemeine Informationen und ersetzt keine Rechtsberatung. Fragen zu Datenschutz und Einwilligung klären Sie mit Ihrer Datenschutzberatung.

Fazit

Das Markup ist ein sauberer Weg, Suchmaschinen zu sagen, wer Sie sind und welche Bewertungen auf einer Seite stehen. Sterne in der Google-Suche sind damit nicht zugesagt, und Sie sollten sie nicht einplanen. Wer das weiß, kann das Markup in wenigen Minuten einrichten und investiert seine Zeit besser in das, was Besucher tatsächlich sehen: eigene Bewertungen mit Einwilligung, wie sie die Anleitung zum Google Unternehmensprofil ergänzt.